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next to mozart

Multimedia - Wax - Museum

Ein Mann mit rotem Mantel schlendert durch Salzburgs alte Gassen - reges Treiben erfüllt die Getreidegasse. Die Bäckerin - der Goldschmied, die Schenke- alles ist mit Leben erfüllt. Im Bürgerhaus wird ein Festmahl vorbereitet - in der Küche dampft und brodelt es und im Spielzimmer übt ein Kind das Geigenspiel. Und wieder der geheimnisvolle Fremde im roten Mantel.....

In Salzburg ist eine völlig neuartige Attraktion entstanden. Ein Museum und doch kein Museum, eine Gesamtinszenierung eines Tages der Stadt im Jahr 1791. NEXT TO MOZART - führt den Besucher in eine fantastische dreidimensionale Welt des ausgehenden Achtzehnten Jahrhunderts. Spannung und Staunen für alle Sinne - und das mitten in der Altstadt Salzburgs. Keine Stadt der Welt präsentiert ihre eigene Geschichte so liebevoll, so anmutig und so zum Angreifen nahe. Siebzig lebensechte Wachsfiguren, Videoinstallationen mit modernster Technik, ganze Straßenzüge wurden nachgebaut, Geschäfte nach alten Vorbildern gestaltet, eine Belle Etage eines alten Bürgerhauses rekonstruiert. Mozarts Zauberflöte ist hautnah zum Spüren, man geht im wahrsten Sinne des Wortes durch Wasser und Feuer. Salzburgs "hall of fame" mit Karajan und Sound of Music führt in die heutige Zeit.

Dem Besucher wird eine spannende Geschichte erzählt und der Mann mit dem rotem Mantel, Doktor Mirakel genannt, lüftet all die Geheimnisse.

Das alles und mehr geschieht ab dem 22.10.2004 in der Getreidegasse 7
Next to Mozart: Salzburgs neue Attraktion.

 

Die einzelnen Stationen von Next to Mozart

Der Besucher gelangt durch das alte Stadttor in die abendlichen Gassen der Stadt. Es dämmert und die Straßenlampen flackern. An einem kleinen Platz treffen sie auf einen geheimnisvollen Fremden mit rotem Mantel. Neben ihm steht eine Laterna Magica, ein altertümlicher Bildprojektor des 18.Jahrhunderts.Die Figur bewegt sich plötzlich und spricht zu den Besuchern. Doktor Mirakel stellt sich vor und er projiziert das Weltgeschehen um 1800 an die Stadtmauer. Seine Bilder sind handgemalte Diapositive mit den berühmtesten Darstellungen der Zeit.

Unsichtbar für den Besucher steht hier modernste digitale Technik dahinter. Die sprechende Figur ist eine Animatronik, die synchron zur Sprache motorisch gesteuert wird. Next to Mozart bietet einige solcher Special Effects.

Doktor Mirakel hat die Besucher aufgefordert weiter durch die Strassen zu gehen, denn er hat an diesem Abend einen speziellen Auftrag zu erfüllen. Doch vorerst ein buntes Bild der Getreidegasse: Geschäfte, eine Apotheke, ein Zahnarzt - damals Zahnreißer genannt, eine alte Taverne, eine Goldschmiedewerkstatt, aber auch ein Bettlerkind und ein Betrunkener beleben die Gasse anno 1791.

Sogar die Pferdeschwemme findet sich hier, ein Pferd trinkt gerade und plötzlich erzählt Doktor Mirakel, der vom Grund des Wasserbeckens zum Publikum aufblickt, dem Besucher die Geschichte der Stadt um diese Zeit. Hier offenbart er auch seinen Auftrag: besorgte Salzburger Bürger, die den Niedergang der Stadt befürchten, haben ihn gerufen, ihnen die ungewisse Zukunft der Stadt vorherzusagen. Mirakel versteht sich in der Kunst des Wahrsagens. Er ist in ein vornehmes Bürgerhaus zu dieser besonderen abendlichen Soirée geladen. Und das Publikum ebenfalls.

So betreten die Gäste das Bürgerhaus und gelangen in die elegante Bel Étage. Sie werden vom Maior Domus Franz Josef, einem altgedienten Diener empfangen. Doch dieser ist über die Kleidung des 21. Jahrhunderts entrüstet (er ist auch eine sprechende Figur): Über die Jeans und Nikes etc. etc. Franz Josef erklärt den Gästen über eine Spiegelprojektion die Mode des 18. Jahrhunderts.

Es geht weiter durch den Ankleideraum und das Kinderzimmer. Die kleine Tochter des Hauses spielt, der Sohn übt sich verzweifelt im Geigenspiel. Lebensechte Figuren, aus der Berühmten englischen Tradition der Wachsfigurenkabinette wurden aufwendig angefertigt und mit historisch richtiger Garderobe bekleidet.

Nun in die Küche: Die Köchin rupft das Huhn, der Koch bereitet das Mahl für das Bankett vor, den die Gäste haben ihre Plätze schon eingenommen. An der prachtvoll gedeckten Tafel sitzen der Hausherr und seine mondäne Gemahlin, ein Domherr, ein bekannter Sänger, ein Baron und ein nicht ganz unbekannter Emanuel Schikaneder. Darüber aber später, denn an der Wand beginnen zwei große Gemälde, die den Erzbischof Wolf Dietrich von Raitenau und Wolfgang Amadeus Mozart zeigen plötzlich zu sprechen. Sie haben historisch miteinander nichts zu tun, 200 Jahre trennen sie, doch nun sind sie auf dieser Wand "Nachbarn" und liefern sich einen interessanten Disput.

Die Besucher gelangen nun in die Bibliothek, in der sie auch Doktor Mirakel wiederfinden. Ein altes Puppentheater, das in einer Ecke steht beginnt sich zu bewegen und erzählt die Geschichte von Mozarts Oper Zauberflöte. Eine Einstimmung, denn jetzt erleben wir einige Szenen dieser bekannten Oper von Mozart in einem dreidimensionalen Bühnenbild. Wir sitzen nicht mehr im Zuseherraum sonder stehen plötzlich mitten im Geschehen. Wir sehen Schikaneder als erste Papageno, die Königin der Nacht singt ihre Rachearie. Hier erleben wir modernste dreidimensionale Projektion. Als Höhepunkt gelangt der Besucher selbst durch Wasser und Feuer, was auf Grund der raumerfüllenden Effekte niemanden unberührt lassen wird. Ein Wassertunnel umgibt den Besucher, eine Feuerwalze bewegt sich als riesiger Zylinder im Kreis.

Am Ende stehen wir vor Doktor Mirakel. Er ist bereit, Salzburgs Zukunft zu offenbaren, denn wir sind ja im Jahre 1791. Hinter Mirakel öffnet sich ein riesiges, 9 Meter breites Projektionsfenster. Die Reise beginnt, und sie führt uns über die Napoleonischen Kriege mitten ins Sattler Panorama, in das Salzburg der Habsburgermonarchie: lässt die erste elektrische Straßenbahn, den ersten Alpenflug, die Automobile und den Kaiser Franz Josef vorüberziehen in die Zeit des ersten Weltkrieges und danach. Nun erzählt Mirakel die Festspielgeschichte: Hofmannsthal, Reinhardt, Strauss und Moissi treten auf, doch der zweite Weltkrieg unterbricht die Geschichte. Danach erfüllt sich Mirakels Prophezeiung: aus der alten Salzstadt wird die Stadt der Künste und der Musik.

Diese einmalige Projektionsinstallation ist eine der größten Österreichs mit modernster High Definition Technologie. Alle riesigen Bilder wurden speziell dafür fotografiert und reproduziert, der Sound komponiert und bekannte Schauspieler wie Wolfgang Hübsch und Bernd Jeschek leihen Mirakel und seinen Freunden die Stimme.

Als Höhepunkt gelangen die Besucher in die Hall of fame, wo sie Herbert von Karajan in Lebensgröße, Joseph Mohr, die Sängerknaben und Julie Andrews mit ihren sieben Kindern in der bekannten Filmszene aus Sound of Music sehen. Salzburg at it's best!

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